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RWTH Aachen Campus

조회 수 2428 추천 수 0 2010.02.22 22:46:10

Groundbreaking Ceremony for RWTH Aachen Campus

 



On 18 February 2010, a groundbreaking ceremony took place to mark the commencement of construction work on the new RWTH Aachen research campus. The ceremony was performed by RWTH Rector Ernst Schmachtenberg, Dr. Jürgen Rüttgers, the Prime Minister of the Federal State of North Rhine-Westphalia, and Marcel Philipp, the Lord Mayor of the City of Aachen.

 

Several guests from the federal and state governments as well as representatives from business and industry came to Aachen to witness the launch of the large-scale project.

 

In the first development stage from 2010 to 2012, 88 companies, among them 18 international key players, will establish R&D subsidiaries on campus in order to collaborate with 31 chairs and departments of RWTH Aachen University and one department of the Aachen University of Applied Sciences.

 

One of the first new buildings created in 2010 will be the Center for Biomedical Engineering, located in close vicinity of the University Hospital Aachen and the Helmholtz Institute. With over 4,000 m² of floor space, the building provides cutting edge science facilities together with office and integrated support spaces for the research partners from academia, business, and industry.

 

By establishing its new, extensive research campus, RWTH Aachen University sets out to become one of the leading technical universities worldwide. As part of this process, over the next several years, the 800,000 m² extension site will see the development of up to 19 research clusters, complete with science facilities, office buildings, and integrated support spaces.

For further information, please visit the RWTH Aachen Campus web pages.




Das Vorbild heißt "Silicon Valley"

 

VON GUIDO HARTMANN                                                        19. Februar 2010, 04:00 Uhr

 

In Aachen entsteht für zwei Milliarden Euro ein Uni-Campus mit bis zu 10 000 Jobs

 

Aachen - In Aachen wurde gestern der erste Spatenstich für einen neuen Universitätscampus gesetzt. Auf einer Fläche von 800 000 Quadratmetern sollen in sieben Jahren bis zu 19 Forschungszentren, sogenannte Cluster, angesiedelt werden. Vorbild ist das "Silicon Valley". Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH), Industrie und Investoren wollen dazu rund zwei Milliarden Euro aufbringen. Bis zu 10 000 Jobs sollen durch das "Jahrhundert-Projekt", wie es Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) nannte, gesichert werden.

 

RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg nannte die Grundsteinlegung einen "epochalen Moment" für die Hochschule. Diesmal werde auch weniger mit dem Geld von "Vater Staat", sondern vielmehr mit dem Geld der Industrie gebaut. "Wenn das Land einen Euro gibt, verspreche ich, gibt die Industrie zehn Euro", so Schmachtenberg.

 

Bereits jetzt haben sich 92 Unternehmen, 31 Lehrstühle der RWTH und ein Lehr- und Forschungsgebiet der Fachhochschule Aachen zur langfristigen Kooperation und Ansiedlung auf dem neuen Campus verpflichtet. Bis 2017 sollen die Cluster mit Büros, Hallen und Labors angesiedelt werden, um eng verzahnt an ihren Schwerpunkten zu arbeiten.

 

Sechs Cluster haben sich bereits gebildet und wollen bis spätestens 2012 den Forschungsbetrieb aufnehmen. Für den Bereich Energietechnik etwa haben die Aachener den Düsseldorfer Energieriesen E.on gewonnen, der bereits Doktoranden fördert. Das Alleinstellungsmerkmal der RWTH sei, dass man nirgendwo so viele Elektrotechniker an einer Uni habe, sagte E.on-Manager Markus Ewert.

 

Das Cluster Optische Technologie wiederum hat als Partner den niederländischen Elektronikkonzern Philips mit im Boot, der Bereich Bio-Medizintechnik will schon im kommenden Frühjahr ein eigenes Gebäude in unmittelbarer Nähe des Klinikums beziehen. Und im Cluster Integrative Produktionstechnik wurde als Industriepartner der Automobilzulieferer MAG gewonnen, der weltweit an 27 Standorten tätig ist.

<Source: http://www.welt.de/die-welt/regionales/article6461786/Das-Vorbild-heisst-Silicon-Valley.html>




Ein Campus für die Forschung der Zukunft

Hochschulkooperation: Die RWTH Aachen platzt aus allen Nähten. Mit dem ersten Spatenstich setzte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers am Donnerstag nicht nur ein Zeichen für die Uni-Erweiterung, sondern auch für eine neue Qualität der Forschungskooperation. Unternehmen und Hochschule sollen ihre Kompetenzen aufs Engste miteinander verknüpfen. Kritiker fürchten um die Unabhängigkeit der Wissenschaft. VDI nachrichten, Düsseldorf, 19. 2. 10, ws

Günther Schuh ist um Superlative nicht verlegen, wenn es um sein jüngstes "Kind" geht. Der neue RWTH Aachen Campus, der rund 800 000 m2 im Westen der Stadt umfassen soll, sei dazu geschaffen, Wirtschaft und Wissenschaft für "die großen wissenschaftlichen Fragestellungen zu rüsten". Am vergangenen Donnerstag erfolgte der Spatenstich durch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zu "Europas innovativstem Technologie-Campus".

Maschinenbauingenieur Günther Schuh, seines Zeichens Prorektor für Wirtschaft und Industrie an der Aachener Elite-Uni sowie Geschäftsführer der Campus GmbH, sieht eine blühende Wissenschaftslandschaft, in der in den nächsten Jahren 19 Forschungscluster Industrie und Hochschule eng miteinander verknüpfen, enger als es andere Großprojekte, wie etwa das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), vorsehen. "Bei der Bündelung der Kräfte aus Wirtschaft und Wissenschaft setzen wir ganz auf den freien Wettbewerb."

Setzt sich die Uni damit dem Vorwurf der Anbiederung an die Wirtschaft aus? "Keineswegs", so Schuh, die Unternehmen wollten nicht nur anwendungsorientierte, sondern "fundamentale wissenschaftliche Erkenntnisse, die wir ihnen in enger Zusammenarbeit liefern und die uns wiederum in unserer Grundlagenforschung stärken werden".

Zudem liefere man sich bei den Forschungskooperationen nicht einigen wenigen Unternehmen aus, sondern bündele die Kräfte in großer Breite. Das Gesamtpaket ergebe eine "neue Qualität" der Forschungskooperation, die die RWTH Aachen mittelfristig unter die führenden technischen Universitäten weltweit führen soll.

 

Bis zu 250 nationale und internationale Technologie-Unternehmen sollen sich mit eigenen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten auf dem Campus ansiedeln und sich langfristig in die Forschungs- und Weiterbildungsaktivitäten der RWTH einbringen. "Wir werden in unserer Ausrichtung", so Schuh, "auf relevante Zukunftsfelder setzen."

Studierende sollen auf "industrieangereichertem Campus" Firmenkontakte knüpfen

n der ersten Realisierungsphase von 2010 bis 2012 werden die Cluster "Integrative Produktionstechnik", "Logistik", "Schwerlastantriebstechnik", "Optische Technologien", "Bio-Medizintechnik" sowie "nachhaltige Energietechnik" den Forschungsbetrieb aufnehmen. Bislang hätten sich, so die RWTH-Pressemitteilung, 92 Unternehmen, "davon 18 internationale Key-Player", zur Zusammenarbeit mit 31 Lehrstühlen der RWTH auf dem Campus in Aachen-Melaten verpflichtet.

Dem Begriff "universitas" entsprechend soll der "industrieangereicherte Campus", wie ihn Schuh nennt, ein Ort der Gemeinsamkeit, der Begegnung werden. Profitieren sollen vor allem die Studierenden. Ein Drittel der Unternehmen habe bereits signalisiert, an engem Kontakt interessiert zu sein, um die Mitarbeiter von morgen mit ihren Unternehmenswerten zu "infizieren".

Aber auch Forscher leben nicht von der Wissenschaft allein. Deshalb sollen Wohnungen, Hotels, Gastronomie, Kindertages- und Sportstätten sowie Geschäfte und kulturelle Treffs den Campus beleben. 10 000 neue Arbeitsplätze auf dem Campus und in der Städteregion erhoffen sich die Aachener.

Vorbild der RWTH Aachen ist die so genannte "Coop-Initiative" der kalifornischen Stanford-University, aus der das Silicon Valley entstand. Dort vermietete die Universität hochschuleigene Flächen an Industrie-Unternehmen, mit dem Angebot, Mitarbeiter in den Genuss universitärer Forschung und Weiterbildung kommen zu lassen.

Mit der Expansion zu einer der größten Forschungslandschaften Europas werden in Aachen nicht nur Superlative verfolgt, es geht auch um handfeste räumliche Probleme. Da jedes Cluster über eigene Seminar- und Schulungsräume verfügt, werde die Raumnot gelindert, wenn nicht sogar ganz behoben, hofft Günther Schuh.

In der Kaiserstadt trifft der Campus auf breite Zustimmung. "Wenn man Menschen nach Aachen holen will, muss man eine interessante Stadt bieten", meinte etwa der Generalmusikdirektor der Stadt, Marcus Bosch, auf einer Podiumsdiskussion. Dazu gehörten vor allem auch kulturell interessierte Bürger, zuvorderst Akademiker.

Gegenwind kommt aus den Reihen von Umweltschützern und Anwohnern, die das schöne Stück Natur namens Rabental durch den "Campus-Boulevard" gefährdet sehen. Ein Kompromiss, der ursprünglich in der Planung betroffene Teile des Naherholungsgebietes verschont, konnte nicht alle Gemüter besänftigen. WOLFGANG SCHMITZ

<http://www.vdi-nachrichten.com/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?cat=4&id=46232>

 

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